Kenntnisse im Bereich Brandschutz von Beleuchtungssystemen in großen Veranstaltungsstätten
Großflächige Veranstaltungsbühnen und BeleuchtungssystemGroßveranstaltungen sind in der Regel temporäre Einrichtungen mit hohem Stromverbrauch. Zahlreiche elektrische Leitungen verlaufen im Zuschauerraum und auf der Bühne und kreuzen sich mit Personal, Bühnenbild und brennbaren Dekorationen, was die Brandgefahr erhöht. Daher ist die elektrische Brandsicherheit der Beleuchtungsanlagen in Großveranstaltungen zu einem wichtigen Bestandteil der Brandschutzmaßnahmen geworden.
1. Merkmale von Beleuchtungsanlagen und technische Maßnahmen für den Brandschutz
(1) Brandschutzaspekte von einfachen Lichtquellen
Die Hauptlichtquellen befinden sich im Bühnenbereich. Je nach Position und Verwendungszweck lassen sie sich in Flächen-, Seiten-, Ober-, Ober-, Boden- und mobile Scheinwerfer unterteilen. Üblicherweise werden Scheinwerfer, Flutlichter, Rückstrahler und Verfolgerscheinwerfer mit einer Leistung von 0,5 kW bis 2 kW eingesetzt. Da diese Beleuchtungseinrichtungen im Betrieb hohe Temperaturen erreichen und sich in der Nähe von Bühnenvorhang, Bühnenbild, Ober- und Seitenvorhang sowie anderen Dekorationen befinden, ist der Brandschutz besonders wichtig. Bei der Planung und Installation der Hauptlichtquellen sind daher folgende Punkte zu beachten:
1. Die Lampe muss auf einem nicht brennbaren Untergrund montiert werden. Der Abstand zu brennbaren Textilien wie Vorhängen muss mindestens 0,5 Meter betragen, der Abstand zwischen Lampenvorder- und -rückseite mindestens 1,5 Meter. Es ist zu berücksichtigen, dass der Abstand durch Faktoren wie das Heben, Öffnen und Schließen der Vorhänge, die Bewegung der Lampe und durch Luftströmungen verursachte Schwingungen beeinflusst werden kann. Kann der Sicherheitsabstand nicht eingehalten werden, sind Wärmedämmungsmaßnahmen erforderlich. Befindet sich eine Großbildleinwand in der Nähe der Säulenleuchte, ist eine feste Metallhalterung oder ein Netz anzubringen, um die Leinwand vor der Lampe zu schützen.
2. Befinden sich Personen oder brennbare Materialien unter den Lampen, sollten an der Vorderseite der Lampen und den Wärmeableitungsöffnungen Schutzgitter aus Bleidraht oder Prallbleche aus nicht brennbaren Materialien angebracht werden, um die Gefahren durch Glassplitter und Spritzer heißer Glühfäden beim Bersten der Lampe zu verringern.
3. Bei Gebäuden wie alten Theatern und solchen mit einer Holzkonstruktion der Oberlichtbrücke ist es aufgrund des sehr engen Raums und der hohen Temperatur schwierig, Probleme zu erkennen. In der Nähe der Beleuchtungseinrichtungen dürfen sich in diesen Bereichen keine brennbaren Materialien befinden.
4. Es ist notwendig, im Bereich der Beleuchtungsinstallation das Aufhängen von Fahnen, das Steigenlassen von Bändern, das Steigenlassen von Ballons und das Aufstellen anderer beweglicher Gegenstände in der Luft zu vermeiden, um einen direkten Kontakt mit Hochtemperaturlampen, Verheddern, Zusammenstöße und Brände zu verhindern.
5. Für die Errichtung und Montage temporärer Lichtstative ist vorab die Genehmigung der Bauaufsichtsbehörde hinsichtlich der Tragfähigkeit und der Montageart der tragenden Bauteile einzuholen. Bei hohen Stehlampenständern sind Maßnahmen zu ergreifen, um zu verhindern, dass der Schwerpunkt des Ständers zur Seite der Lampenmontage und zur Seite des Bedieners verlagert wird.
6. Bei Großveranstaltungen im Freien muss der Sicherheitsfaktor der Beleuchtungsanlage unter extremen Wetterbedingungen umfassend bewertet und entsprechende Präventivmaßnahmen getroffen werden. Im Außenbereich sollten generell wasserdichte Verteilerkästen, Steckverbinder, Lampen usw. verwendet werden. Andere Maßnahmen gegen Regen dürfen die Wärmeableitung der elektrischen Geräte nicht beeinträchtigen.
(2) Brandschutzaspekte von Effektbeleuchtungen
Computerlichter, Neonlichter, LaserlichterOptische Faserbeleuchtung, Regenbogenlichter aus Kunststoff und verschiedene mechanische Rotationslichter werden häufig für künstlerische Effektbeleuchtung eingesetzt. Bei der Gestaltung dieser Lampen müssen künstlerischer Effekt und Brandschutz in Einklang gebracht werden, wobei der Sicherheit von Neonröhren besondere Aufmerksamkeit zu widmen ist. Neonröhren, die häufig bei Großveranstaltungen verwendet werden, haben eine Betriebsspannung von bis zu 5000 Volt und können leicht elektrische Funken und Lichtbögen erzeugen, was eine erhebliche Brandgefahr darstellt. Daher müssen Griff und Bodenplatte der Neonlampe aus nicht brennbaren Materialien bestehen oder brennbare Materialien feuerhemmend behandelt sein. Wenn Transformator und Röhre der Neonlampe an Stellen installiert sind, die von Personen berührt werden können, müssen Schutzmaßnahmen getroffen werden. Neonlampen im Außenbereich müssen vor Kurzschlüssen durch Erschütterungen und Stöße geschützt werden. Die Computerlampe verfügt über eine Zwangsluftkühlung, deren Luftauslass nicht abgedeckt werden darf, um Fehlfunktionen des Lüfters zu vermeiden. Das Laserlicht wird durch zirkulierendes Wasser gekühlt. Die Wasserleitung muss daher zuverlässig installiert sein, um eine Unterbrechung der Wasserversorgung zu vermeiden. Bei der Anordnung der Effektbeleuchtung ist außerdem darauf zu achten, dass die Fluchtwege im Brandfall nicht beeinträchtigt und keine Brandschutzpassagen blockiert werden.
(3) Brandschutzaspekte von Hilfseinrichtungen
Zusatzausrüstung ist ein Gerät, das mit Lichteffekten zusammenarbeitet, üblicherweise Nebelmaschinen, Schneemaschinen und Seifenblasenmaschinen. Die Nebelmaschine erzeugt durch Erhitzen von Trockeneis große Mengen Kohlendioxidgas. Nach dem Versprühen bildet sich ein dichter Nebel am Boden. Es handelt sich um ein leistungsstarkes elektrisches Heizgerät mit Brandgefahr. Häufige Probleme sind schlecht angeschlossene Stromanschlüsse, freiliegende stromführende Anschlüsse und Kurzschlüsse durch Feuchtigkeit. Der von der Nebelmaschine erzeugte Rauch sammelt sich nicht am Boden, sondern breitet sich aus. Dies kann den Rauchmelder auslösen und die Feuerwehr alarmieren. Manchmal wird der Rauch fälschlicherweise für Brandrauch gehalten, was unnötige Panik auslöst. Die Nebelmaschine selbst stellt jedoch in der Regel keine Brandgefahr dar.
Zu
(4) Häufige Brandgefahren bei leichten Stromleitungen
Die üblicherweise verwendeten Bakelit-Steckverbinder sind von minderer Qualität, schlecht verarbeitet, neigen zu Wackelkontakten, weisen einen hohen Kontaktwiderstand auf und überhitzen. Die dauerhafte Erhitzung der Steckverbinder beschleunigt die Alterung des Isoliermaterials und kann leicht Kurzschlüsse verursachen. Aufgrund der hohen Kabellast von Beleuchtungsanlagen entsteht selbst viel Wärme. Oftmals werden temporäre Kabelbündel zusammengebündelt oder übereinandergelegt, was zu einer unsachgemäßen Verlegung und schlechter Wärmeableitung führt und die Kabeltemperatur weiter erhöht. Je dichter die Kabel und je höher der Strom, desto höher die Wärmeentwicklung. Temporäre elektrische Leitungen von Beleuchtungsanlagen sind beim Heben, Ausfahren und Drehen von Bühnen und Requisiten, beim Überqueren von Straßen, beim Stapeln schwerer Gegenstände und beim Einsatz von Klappstühlen aus Stahl etc. anfällig für Beschädigungen und Verschleiß. Quetschungen und andere mechanische Kräfte können die elektrische Isolierung beschädigen oder dazu führen, dass geladene Leiter gegen das Gehäuse schlagen und Kurzschlüsse verursachen. Manche Installations- und Montagebetriebe halten sich nicht an die Standardvorgehensweise und versuchen, Kosten zu sparen, indem sie einfach mehrere Stromkabel auf die Klemmen wickeln oder nicht passende Klemmen verwenden. Die Verbindungen sind mangelhaft, und die Lötstellen überhitzen bei hohem Stromfluss, wodurch brennbare Materialien oder die elektrische Isolierung beschädigt werden können.
Zu
2. Brandschutzprüfung und Inspektionsverfahren für Beleuchtungssysteme
(1) Ermitteln Sie die Machbarkeit des Beleuchtungssystemplans
Ziel ist es, die wichtigsten Aspekte von Großveranstaltungen, die Organisation des Veranstaltungsortes, die Brandschutzeinrichtungen, die Stromversorgung und -verteilung sowie den Stromverbrauch der Veranstaltungsorte zu verstehen und sich über die bisherigen Erfahrungen und Probleme bei Großveranstaltungen an diesem Ort zu informieren. Anschließend werden der Beleuchtungsplan, der Stromlaufplan, die Liste der elektrischen Geräte und weitere technische Aspekte geprüft. Nach der Besprechung und Überarbeitung des Plans wird ein formeller Entwurf für die Beleuchtungsanlage erstellt.
(2) Vor-Ort-Inspektion der Beleuchtungsanlage
Die Inspektion lässt sich in zwei Phasen unterteilen: Die erste Phase ist die Inspektion während der Installation und Inbetriebnahme. Hierbei werden insbesondere die Installationsplanung, die Typenauswahl, die optische Qualität und die Schutzmaßnahmen der elektrischen Schaltung der Beleuchtungsanlage und der Beleuchtungsgeräte überprüft sowie der Stromverbrauch getestet. Die zweite Phase ist die Inspektion während der Probebetriebsphase, also der Generalprobe und der Testphase von Großveranstaltungen. Nach der Inbetriebnahme aller Beleuchtungssysteme wird der Sicherheitsstatus des Systems im Langzeitbetrieb bestätigt und die Gefahr von Bränden durch elektrische Anlagen beseitigt.
(3) Die elektrischen Prüfungen der Räumlichkeiten vor Großveranstaltungen sollten verstärkt werden.
Der ordnungsgemäße Betrieb von Stromkreisen, Geräten und Anlagen in Großveranstaltungsstätten hat direkten Einfluss auf die Brandsicherheit. Schon geringfügige Unachtsamkeit kann leicht zu Brandgefahren wie Überhitzung, Leitungsalterung, Unterbrechungen, Kurzschlüssen, Überlastung und Geräteentzündungen führen. Unsachgemäße Kontrollen können schwere Brände zur Folge haben. Daher sind verstärkte elektrische Prüfungen vor Großveranstaltungen unerlässlich, um elektrische Anlagen, unsachgemäße Installationen und die Verwendung von Leitungen frühzeitig zu erkennen, den Betrieb von elektrischen Anlagen zu unterbrechen, Mängel in der Qualität festzustellen und die Stromversorgung und -verteilung zu überprüfen. So lassen sich Brandgefahren rechtzeitig beseitigen. Die Überprüfung von Spannung, Stromstärke und der Kompatibilität elektrischer Geräte und Anlagen ist ebenfalls wichtig.









